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Die Kombination radikaler Ideen

Die Kombination radikaler Ideen

Wie kann man für mehr Gleichberechtigung sorgen? Wie kann man Wirtschaftssysteme neu denken, wie Unternehmensstrukturen? Was passiert nach Fridays for future? Und was kann man davon lernen? Einen Abend lang sollen all diese Fragen gestellt werden

Salzimport und  Mineralien

Salzimport und  Mineralien

Die Die Markthalle macht Urlaub: Eine Reise nach Malmö, das ganz schön nach Kopenhagen schmeckt. Nur irgendwie leichter, lässiger. Hier findet Ihr unsere definitiven Tipps für ein paar Tage in Malmö, die lockerste, diverseste und sowieso günstigste der drei schwedischen Metropolen

Der leckerste Sonnenuntergang der Stadt

Der leckerste Sonnenuntergang der Stadt

Drüben auf dem Hügel wollen wir sein. Über dem Flaschenhalspark, wo der Sonnenuntergang so traumhaft auf die roten Häuser scheint. Daherinnen: das Lok 6. Und wir freuen uns sehr, dass die kulinaische Quereinsteigerin Julia Heifer uns wieder zu Tisch bittet. Jetzt am Abend, von Donnerstag bis Samstag. Was, Stichwort Sonnenuntergang, ohnehin viel besser zu diesem Lokal zu passen scheint, das sich nicht entscheiden muss oder will, ob es nun eine Aperó-Bar, eine lässige Wirtschaft oder doch schon Fine Dining ist. Am Wochenende gibt es dann Brunch. Brunch, auch dit is Berlin, geht immer.
Was wir hatten: ein unglaublich schlonziges Tatar, Kopfsalat mit gepopptem Bockshornklee, aufgeschlagene Butter, sehr, sehr gute Tomaten mit Bonitoflocken und einem wachsweichen Ei. Zu zweit bestellt man vier, fünf Teller (7–15 Euro) und wird selig satt in diesem kleinen Lokal, das auch ein sehr schönes ist, in der dieser Mitte der Stadt, die doch auch eine Randlage ist. Und klar, diese klaren, um wenige Produkte herum gruppierten Teller sind schon auch ein Trend, aber so klar, so verheißungsvoll und gleichzeitig unaufgeregt muss man das auch erstmal hinbekommen – im Sonnenuntergang über dem Gleisdreieckspark. Ganz normales sehr gutes Bier und ein paar tolle Weine. Wunderschöner Ort.

LOK 6
Am Lokdepot 6, Kreuzberg
Do & Fr ab 17–22 Uhr, Sa 11–22 Uhr, So 11–17 Uhr

Foto: Pascal Rohe

Wo Food und Fahrrad sich gute Nacht sagen

Wo Food und Fahrrad sich gute Nacht sagen

Demeter-Joghurt und Rohmilchkäse vom Ökohof „Stolze Kuh“, Fleisch von Auerochsen, die gleich nebenan auf den saftigen Oderwiesen weiden, richtig guter Kaffee und ein paar unkomplizierte Naturweine von Viniculture aus Charlottenburg: Das Fuchs & Hase Fahrradcafé auf dem romantischen Gelände eines ehemaligen Zementwerks direkt am Oderradweg würde man so auch viel näher dran an Berlin vermuten. Oder eben gerade nicht, denn einerseist geht es an diesem Ort so entspannt unangestrengt zu, wie es wohl nur einige (beziehungsweise exakt 85) Kilometer entfernt des Berline Trubels möglich ist. Und zum anderen erzählt dieser Ort in seiner Kombination aus diesem und jenem eben von der Eigeninitiative, die draußen in der (nordöstlichsten) Uckermark noch ein bisschen nötiger ist. Jennifer, gelernte Köchin und geübte Rennradlerin, hat das Café gegründet. Mike, gelernter Fahrradmechaniker und geübter Kaffeetrinker, hat seine beiden Leidenschaften mit ins  Team gebracht. Zum DIY-Charakter des weitläufigen Geländes passen die Öffnungszeiten: Im Sommer passt sich der Abendbetrieb den Launen der Gäste an.

Ausflugtipps auf dem Weg zum Fahrradcafé
Der Parsteiner See ist einer der schönsten und größten der Uckermark
Einer unserer liebsten Biohöfe: Hof Schwalbennest
Bäcker Björn Wiese kennt Ihr vielleicht vom Stadt Land Food Festival. Sein Kaffeehaus Gustav liegt am Marktplatz von Eberswalde

Foto:  Fuchs & Hase

Kunst allein macht manchmal doch satt

Kunst allein macht manchmal doch satt

Food-Fotografie? Das ist doch dieses Ding auf Instagram. Und hieß es eben noch, dass man nirgends wirklich gewesen sei, wenn man das Ziel der Reise nicht fotografisch festgehalten habe, so gilt scheinbar längst: Nichts wird so heiß gegessen, wie es fotografiert worden ist. Street Food, Street Photography, überall überhöhte Alltäglichkeit. Was kann der vielleicht wichtigste und  sowieso beste Ausstellungsort für die Fotografie und ihre Geschichte schon machen? Genau, fotografiertes Essen ausstellen. Die Ausstellung Food for the Eyes, die heute Abend im c/o Berlin im Amerikahaus am Bahnhof Zoo eröffnet wird, ist in diesem Sinne eine selig satte und entdeckungshungrige Schau.
Das wurstige Werk von Peter Fischli und David Weiss beispielsweise, situationskomische Ready-mades, in der eine Brühwurst schon mal eine Mortadellascheibe als Mantel trägt. Was dann ungefähr so geschmacklos ist, wie jene industrialisierte Lebensmittelproduktion, die dem Schweizer Künstlerduo 1979 das Material geliefert hat. Oder Wolfgang Tillmanns„Summer Still-Life“, eine lakonische Fensterbankgeschichte mit Erdbeeren und Trauben. Ein Schnappschuss? Oder der hochreflexive Kommentar zur vielleicht klassischsten aller künstlerischen Auseinandersetzungen mit unserem Essen, dem Ölschinken, auf dem nicht selten tatsächlich ein Schinken ab- oder besser gesagt nachgebildet war. Kunst allein macht nicht satt, schon klar. Diese Ausstellung aber macht Hunger, sich mit dem Essen, der Esskultur und mit unserer Alltagskultur, die sich in den Lebensmittelstilen und Ernährungsgewohnheiten ja immer auch spiegelt, intensiver auseinanderzusetzen. Dazu gibt es eine Begleitprogramm bei dem Ihr genau damit schon einmal anfangen könnt. Unbedingt hingehen. Noch bis zum 7. September

Food for your Eyes
c/o Berlin (im Amerikahaus) Hardenbergstraße 22-24, Charlottenburg
täglich 11-20 Uhr