Das Marktcafé erwacht zu neuem Leben
Viele von euch erinnern sich sicher an Inge. 34 Jahre lang war ihr Kaffeestand ein fester Anlaufpunkt in der Markthalle Neun – Gastgeberin, Treffpunkt, Konstante im Trubel. Ein Ort für den ersten Kaffee des Tages, für kurze Pausen mit Eierschrippe zwischen Backstube und Brauerei, für den wohltuenden Schnack, wenn die Körbe voll und die Beine müde sind. Kein großes Brimborium, sondern ein einfaches, verlässliches Ritual, das jeder Markt braucht. 2023 ist Inge in den Ruhestand gegangen – und hat eine spürbare Lücke hinterlassen.
Doch jetzt tut sich wieder was: Neues Leben zieht in das historische Holzhäuschen im Herzen der Halle ein. Über Monate wurde geschraubt, gebaut und geplant. Kein großer Umzug, eher ein Tapetenwechsel. Etwas Altes wird neu gedacht – mit Respekt vor der Geschichte und Lust auf das, was kommt.
Damit führen wir den Geist des Marktcafés fort: mitten in der Halle gelegen, ein Kaffeestand als Treffpunkt für Nachbarschaft, Händlerschaft und Besuch aus aller Welt. Morgens früh ein Kännchen Tee, gerne mal die Schrippe mit Hackepeter, einen schönen Tag gewünscht und – mehr brauchte es nicht. Diese Einfachheit, dieses Selbstverständnis von Marktcafé als sozialem Bindemittel, das bleibt.
Was sich ändert? Der Ort bekommt ein neues Kapitel, eine neue Handschrift, neue Ideen. Was bleibt, ist die Haltung: Das Marktcafé als Herzschlag der Halle. Als Ort zum Ankommen, Durchatmen, Wiederkommen.
Also, Augen auf! Schon vor der großen Eröffnung wird es hier nach und nach belegte Brötchen, Pot Kaffee und andere Leckereien geben.