Weltpolitik im Kiez: Der Wahlabend und die nukleare Frage

Der Wahlsonntag und die nukleare Frage - verdrängt Deutschland das Atomwaffenverbot?

Im Juli 2017 wurde in den Vereinten Nationen in New York Geschichte geschrieben: 122 Staaten verabschiedeten ein völkerrechtliches Verbot von Atomwaffen. Der historische Vertrag verbietet unter anderem den Besitz, die Entwicklung und Produktion von Atomwaffen sowie die Drohung des Einsatzes und Stationierung auf eigenem oder fremdem Territorium.

Am 20. September, vier Tage vor der Bundestagswahl, wird der Vertrag offiziell zur Unterschrift eröffnet. Es ist daher Zeit, über das Atomwaffenverbot und seine politischen Konsequenzen für Deutschland zu diskutieren. Noch immer sind bei uns zwanzig US-Atomwaffen mit der vielfachen Sprengkraft der Hiroshimabombe stationiert. In Zeiten drohender nuklearer Eskalation zwischen Donald Trump und Kim Jong-Un sowie zunehmender Spannungen zwischen NATO und Russland hat die nukleare Frage auch für Deutschland eine neue Brisanz.

Weltpolitik beginnt im Kiez. Der Markt gilt in der Tradition der griechischen und römischen Antike als Herzkammer der Demokratie. Seine Offenheit wollen wir für den freien Austausch und zur Meinungsbildung nutzen, um auch unbequeme Fragen öffentlich zu debattieren.

Über Atomwaffen wird viel zu wenig im lokalen und öffentlichen Raum gesprochen. Obwohl sie unsere Lebensgrundlage und Umwelt bedrohen, spielen sie nur eine untergeordnete Rolle im Bundestagswahlkampf.
Verdrängt Deutschland das Atomwaffenverbot?

Über diese und andere Fragen möchten wir mit zwei Experten – mit Jan van Aken) (Bundestagsabgeordneter Die LINKE im Auswärtigen Ausschuss, ehemaliger UN-Biowaffeninspekteur und Greenpeace-Aktivist) und Sascha Hach (Geschäftsführender Vorstand der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen - ICAN Deutschland) – und Euch vor Ort diskutieren: in der Markthalle Neun.
Moderiert wird die Diskussion von Tilo Jung (Video Blogger, Macher von „Jung & Naiv“)