(K)ein Tag für Blumen

(K)ein Tag für Blumen

Berlin lockert sich und das bringt für uns zumindest eine gute Nachricht: Der Blumenstand darf ab dieser Woche wieder auf den Wochenmarkt! Wie haben wir die Blüten und Blumen in den letzten Wochen vermisst. 
Und so groß die Strauß-Vorfreude ist – heute geht es nicht (nur) um Blumen. 
Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Ein Tag, an dem die sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Errungenschaften von Frauen gefeiert werden. 
Aber dieser Tag ist auch ein Aufruf zum Handeln – für mehr Gleichberechtigung, Gleichstellung und Diversität. Insbesondere in der Landwirtschafts- und Gastronomiewelt muss noch viel passieren. Wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, dass es mehr Raum, Chancen und faire Bezahlung gibt für Frauen – in den Küchen unserer Restaurants, auf den Feldern, in Backstuben, Metzgereien, im Handel und in der Forschung, sowie an den Ständen unserer Markthalle. 
Wir möchten den heutigen Feiertag dazu nutzen um hervorzuheben, wie stolz und dankbar wir sind für alle Frauen und nicht-binären Menschen, die unsere Markthalle zu der machen, die sie ist. Die sie jeden Tag mit ihrem Wissen, ihrem Handwerk und ihrer Leidenschaft für gute und nachhaltige Lebensmittel gestalten und weiterentwickeln. Danke! Auf dass wir nächsten März noch diverser aufgestellt sind!

Über den Tassenrand

Über den Tassenrand

Habt Ihr schon mal richtig hingeschmeckt? Beim Kaffeetrinken?
Und habt Ihr auch schonmal nachgefragt: Wie kommt dieser Geschmack zustande, wer hat den Kaffee angebaut und wer geerntet? 
Zeit, mal tiefer in die Kaffeetasse zu schauen. Denn hinter jeder Tasse, die wir trinken, steckt die Arbeit von vielen Menschen – viele von ihnen sind Frauen und nicht-binäre Menschen. Dieses sehr interessante Paper der Specialty Coffee Association zeigt: während in den Bereichen Transport und Verkauf von Kaffeebohnen hauptsächlich Männer arbeiten, wird der Großteil des landwirtschaftlichen Bereich von Frauen erledigt – die Feldarbeit, die Ernte und Verarbeitung. Ähnlich wie bei der Weinlese müssen auch die Kaffeekirschen genau im richtigen Reifegrad gepflückt werden. Das bedeutet, dass geschulte Pflückerinnen unerlässlich sind, um exzellenten Kaffee zu produzieren. 
Ein weiterer spannender Artikel erzählt die Geschichte von Transfrauen des indigenen Volkes der Emera, die in der Gemeinde Santuario in Risaralda, Kolumbien einen großen Teil der Arbeitskräfte bei der Kaffeeernte ausmachen.
All diese Frauen sind neben den Baristas, die uns täglich mit köstlichem Kaffee versorgen, die "unverzichtbaren Arbeitskräfte" der Kaffeeindustrie.

Laurel von unserer Rösterei Vote Coffee möchte Euch heute zwei Kaffees und ihre Geschichte vorstellen: Zum einen die Cafeina-Gruppe aus Brasilien. Sie wurde 2019 gegründet und besteht aus über tausend Kaffeebäuerinnen, die alle Teil der größeren Cocatrel-Kooperative in Sul De Minas, Brasilien, sind. Cafeina wurde mit dem Ziel gegründet, Wissen zu teilen und die Sichtbarkeit und Entscheidungsmacht von Frauen innerhalb der Kooperative zu erhöhen. Dieser Kaffee schmeckt nach Cocoa Nib, Mandel und Pflaume – und wird in allen Vote Espresso-Mischungen verwendet. 
Zum anderen die SOPACDI Kooperative aus der Demokratischen Republik Kongo. Der SOPACDI-Kaffee wird von den weiblichen Mitgliedern von SOPACDI produziert, die kleine Farmen im Kalehe-Gebiet in Süd-Kivu besitzen. Ihre Farmen sind im Durchschnitt 0,7 Hektar groß, was bedeutet, dass sie nicht genug Kaffee produzieren, um ihn selbst zu exportieren. Indem sie ihre Kaffees mischen, können sie mit dem internationalen Markt mithalten. Die aktuelle Ernte schmeckt nach Kirsche und Cola und ergibt einen schönen fruchtigen Filterkaffee.
Beide Kaffees gibt es im Kaffee9, sowie im Online Shop der Vote Rösterei

© Lena Mucha

Hallengesichter und ihre Kochbücher (7)

Hallengesichter und ihre Kochbücher (7)

Simone Donha (Heidenpeters)
Nicht nur vermissen wir die vielen Momente an der Theke, sondern auch die Menschen dahinter, am Zapfhahn. Simone ist eine davon: Geboren ist sie in Brasilien, seit 2007 ist die Eisenbahnstraße ihr Zuhause. Simone ist Tanzpädagogin und Bewegungscoach, da sie sich aber seit ihrer Jugend in der Gastronomie rum treibt und sogar eine auf Craft Bier & Cachacas spezialisierte Bar mitgeleitet hat, war es nur eine Frage der Zeit, dass sie Teil der Heidenpeters Familie wurde. Ihr Lieblingskochbuch ist das einer Freundin, Mille Bojer, "Receitas da mille". Wer sein portugiesisch auffrischen will und auf der Suche ist nach einfachen, kreativen und gesunden Rezepten, kann das Buch hier bestellen.

Die köstlichen zuckerfreien Brownies, die Simone empfiehlt, passen übrigens perfekt zu einem Stout.

BROWNIES

Teig

250 g entsteinte Datteln

125 ml Wasser

1 ½ Teelöffel Natron

160 ml Kokosnussöl (oder geschmolzene Butter oder Olivenöl)

175 g gekochte Kichererbsen

100 g Tapioka Mehl

75 g Mandeln (können bereits gemahlen sein)

70 g Kakaopulver

2 Eier

60 ml Melasse (klappt auch ohne)

1/2 Teelöffel Vanille-Essenz

1 Prise Salz

Kakao zum Bestreuen (oder Schokoglasur)

Füllung

125 g gehackte Datteln

75 g gehackte Walnüsse

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen

Bringen Sie die Datteln und das Wasser zum Kochen. Schalten Sie die Hitze aus und fügen Sie das Natron und das Kokosnussöl hinzu. Mischen Sie alles und lassen Sie es ca. 20 Minuten abkühlen,

Geben Sie die Mandeln, Kichererbsen und Tapiokamehl in eine Küchenmaschine und verarbeiten Sie sie gut.

Geben Sie die Tamaras-Mischung hinzu und verarbeiten Sie sie erneut, bis sie zu einer Creme wird.

Fügen Sie die Eier, Melasse, Kakao, Vanille und Salz hinzu und fahren Sie fort, bis die Masse glatt ist.

In eine Schüssel umfüllen und die gehackten Walnüsse und Datteln untermischen.

In eine rechteckige mit Backpapier ausgelegte Auflaufform geben und im Ofen 35 Minuten backen.

Lassen Sie den Kuchen abkühlen, bevor Sie ihn schneiden und servieren.

Zum Servieren mit Kakao bestreuen.

Simones Tipps:

Am nächsten Tag wird es noch leckerer!!! Sie können verschiedene Optionen für die Füllung verwenden: Macadamias, Pekannüsse, Kokosnuss , Cranberry, Rosinen, Goji-Beeren, getrocknete Aprikosen usw. Die Vanille-Essenz kann ersetzt werden durch: Mandel-Essenz, Haselnuss, Minze oder sogar einen Orangenlikör.

Wurst & Bier

Wurst & Bier

Wisst ihr noch? Frisch gezapftes Bier, verschlungene Arme, eine Bühne voller Metzger*innen, süffige Glücksseligkeit? Ach ja, die guten alten Zeiten. Die gute alte Wurst & Bier.
Für viele Jahre hieß es im Februar immer: From Nose to tail, from Sour to Ale. Mit Gästen aus ganz Europa haben wir angestoßen, Collab-Brews gebraut, in der Wurstwerkstatt frische Würste gewurstet und uns durch die Vielfalt dieser zwei großartigen Handwerke probiert.
Dieses Jahr können wir nur in den Erinnerungen und Geschmäckern dieses legendären Festivals schwelgen. Dachten wir! Aber dann kam Johannes Heidenpeter und stellte eine Box zusammen, die genau so schmeckt, wie der Februar eben schmecken soll: Hopfig, bitter, fettig!
In dieser ersten Heidenpeters Themenbox (mehr sollen folgen!) finden sich eine Auswahl von 7 verschiedenen Bieren, gepaart mit verschiedenen Kumpel & Keule Würsten und einem Domberger Roggenbrot. Mit der eigens von Johannes für diese Box zusammengestellten Mixtape, quasi dem Wurst & Bier Soundtrack, hört und fühlt es sich an wie ein Tag auf der Wurst & Bier mit erhobenen Gläsern und Gemütern.
Die köstlich-süffige Box kann jetzt im Heidenpeters Onlineshop bestellt werden und wird schwer von uns empfohlen. Auf die Wurst! Und das Bier! Prost!

Der Neue auf dem Wochenmarkt

Der Neue auf dem Wochenmarkt

Ab jetzt immer freitags und samstags auf dem Wochenmarkt: Bartosz mit regionalem Obst & Gemüse aus Polen.

Circa 70 Kilometer sind es bis zur polnischen Grenze. Für uns ist das insofern genauso regional wie die Uckermark oder der Spreewald. Wir freuen uns sehr, mit unserem neuen Wochenmarkthändler Bartosz ab jetzt einen Stand mit regionalem Obst & Gemüse aus Polen zu haben! Zur Zeit sind das verschiedene Sorten Äpfel, Kohl und Lauch, die er auf kleineren Höfen und dem Stettiner Großmarkt kauft. Und viele Gläser voller polnischer Salzgurken, grüner Tomaten und süß-saurem Kürbis! In ein paar Monaten türmen sich hier dann polnische Erdbeeren, Spargel und Pfifferlinge. Witamy, Bartosz!! 

Mondhügel

Mondhügel

Die Geschichte eines Standes im Wandel. SoulSpice wird zu Mondhügel!
Und füllt sich mit Flaschen voll purem, natürlichen Trinkvergnügen.

Schon vor vielen Jahren, als er noch ein Restaurant in Nürnberg führte und Gin & Tonic seine Hochzeiten erlebte, dachte sich Philipp Schmitz: Es muss sie doch geben. Die natürliche Tonic-Alternative. Ein Tonic, das nicht nur Gin verdünnt, sondern auch geschmacklich untermalt. 
So ganz hat ihn diese Idee nie losgelassen. Einige Jahre und kulinarische Stationen später fand sich Philipp in der Markthalle Neun wieder, bei SoulSpice. Und wenn man in einem Stand voller Gewürze steht, passiert es schon mal, dass man anfängt zu experimentieren. Gewürze mischt, sie in Fässern mit Alkohol abtauchen lässt, Sirup kocht und Drinks mixt.
Philipps Erfahrungen bei einer Brennerei in Südtirol befeuerten diese Experimente noch einmal mehr. Und als die Spreewood Distillers, die für einige Jahre Teil des Standes waren, die Halle verließen, galt es eine alkoholische Lücke zu schließen. Und so machte sich Philipp an den Schnaps. Zuerst entstand ein Gin mit wildem Wacholder und bald die Idee, das Ganze auszubauen.
Er entwickelte den Tonic seiner Träume – als Sirup voller Aromen und echter Chinarinde, der bald Gläser mit dem eigenem Gin untermalte.
"Naked Drinking" war geboren, die Vielfalt der Natur, eingefangen in Kreuzberg. Mit Benito Opitz bekam das Projekt im letzten Jahr einen Partner, und eine Stimme. Nach 10 Jahren als Brand Strategy Consultant in internationalen Marketingberatungen und Werbeagenturen, kennt er den Markt und sehnte sich dennoch genau danach: Dem Markt. Und genau dort präsent zu sein, nur eben mit einer eigenen Marke, Mondhügel. Der Anspruch ist kein geringerer als die Revolution unserer Trinkkultur.
Wir sind gespannt, welche wilde Aromen noch aus diesem Stand entwickelt werden und freuen uns sehr, dass diese beiden kreativen Köpfe voller Schnapsideen nun Teil des Marktes sind. 

P.S.: Die wunderbaren Gewürze von SoulSpice gibt es weiterhin am Stand!

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