Wie steht's mit dem Mut zu einer Ernährungswende?

Der Berliner Senat hat sich zum Ziel gesetzt, eine neue Ernährungsstrategie zu entwickeln . Unter anderem soll dafür nach Kopenhagener Vorbild ein "House of Food" entstehen. Eine Institution, die helfen soll, die Qualität der Speisen in städtischen Kantinen und Küchen zu verbessern und, ja, so hoffen wir, Anstöße gibt für eine städtische Ernährungswende. 700.000 Euro sind dafür im Doppelhaushalt 2018/19 bereitgestellt worden. Von unserer Vision, eines neu-gedachten Großmarkts, der der regionalen, kleinteiligen Lebensmittelwirtschaft – sowohl Brandenburger Bauern als auch einer neuen Generation von Lebensmittelhandwerkern – Raum und auch einen Platz im Bewusstsein der Berliner gibt, haben wir Euch in den letzten Wochen erzählt . Unsere Hoffnung war, dass auch das House of Food dort sein physisches Zuhause findet. Zur Verwirklichung dieser Pläne haben wir gemeinsam mit einer Genossenschaft von über 100 Berliner Betrieben, die schon heute am Großmarkt ansässig sind, der Stadt Berlin ein Angebot zum eigenständigen Betrieb des Geländes an der Beusselstrasse überreicht . So war es verabredet und auf dieser Basis sollten nach einer entsprechenden Prüfung die Verhandlungen beginnen.
Diese Woche nun hat die zuständige Senatorin Ramona Pop unerwartet über die Presse verlauten lassen , dass unsere konkreten Vorschläge zur Umgestaltung des Großmarkts in der Strategie des Senats offenbar keinen Platz haben. Das muss doch ein Missverständis sein! In jedem Fall fragen wir uns (und nicht nur wir ) natürlich, wer die neue Berliner Ernährungsstrategie eigentlich umsetzt, wo, und vor allem: wann? Wir bleiben dran! Jetzt erst recht!!