Von Ferkeln und wirklichen Schweinen

Think global, act local. Genau deshalb hat Rudolf Bühler damals eine Schweinerasse gerettet. Genauer, das Schwäbisch-Hällische Landschwein. In der agrarkulturellen Entwicklungshilfe in Asien und Afrika hatte er als junger Landwirt ganz konkret erfahren, wie wichtig lokale Rassen und Sorten sind: „Die Hällischen Schweine mussten gerettet werden! Ich konnte gut zwei Dutzend Tiere aufstöbern, die in verborgenen Winkeln bei Kleinbauern in Süddeutschland überlebt haben. Diese bekamen dann auf unserem Sonnenhof in Hohenlohe Asyl. Das war 1984: Der Neubeginn – ausgehend von der historischen Zucht – einer der ältesten Schweinerassen in Deutschland.“ Heute ist das Schwäbisch-Hällische nicht nur eine geschützte geografische Marke der EU. Gerettet wurde auch eine Rasse, die sich ganz und gar auf die Zukunft versteht: „Die Rasse ist robust, vital, fruchtbar, eignet sich bestens
für den Weidegang, verwertet Grundfutter, Klee und Gras und hat eine hervorragende Fleischqualität. Genau die Eigenschaften, die heute in der ökologischen Landwirtschaft wieder wichtig sind und dringend gebraucht werden.“ Wie das schmeckt, wisst Ihr vermutlich bereits, schließlich ist unsere Markthallenmetzgerei Kumpel & Keule die Hällische Botschaft in Berlin. Dass diese Überzeugungsbauern nun auch das Stadt Land Food Festival und unsere dortige Wurstwerkstatt (https://stadtlandfood.com/werkst%C3%A4tten/#wurst-werkstatt) unterstützen, unterstreicht noch einmal, wie zentral uns das Land in unserem Festivalnamen ist. Kommt vorbei, wurstet Eure eigene Wurst und schaut unbedingt auch in unsere Festivalzeitung , in der Rudolf Bühler noch einmal ganz Grundsätzliches über die Zukunft der Landwirtschaft erzählt.