Von der Hand in den Mund

Afrikanisches Essen wird zumeist mit den Finger gegessen. Oder mit Teigfladen, die man zu einer Art Löffel formt. Und die Zebras, Antilopen und, ja, Alligatoren, die manch ein Erlebnisrestaurant – auch in Berlin – auf der Karte hat, sind in den typischen Straßenküchen von Ghana, Äthiopien oder Mosambik eher unüblich. Dafür ist die Avocado allgegenwärtig. Aber selbst das wissen wir kaum über einen Kontinent, der es verdient hat, zur nächsten vollmundigen kulinarischen Erzählung zu werden. Deshalb gibt es am kommenden Wochenende also das African Food Festival direkt am Spreeufer . Gleichzeitig will das Festival die afrikanische Community in Berlin dafür sensibilisieren, die eigene kulinarische Identität selbstbewusst als kraftvolle Erzählung und, ja, auch als Geschäftsmodell zu begreifen. „In ein paar Jahren ist der coole afrikanische Laden im Kiez genauso normal wie der coole
Asiate", glaubt Festivalinitiatorin Pamela Owusu-Brenyah. Bis dahin findet Ihr diesen auf einem Festival, auf dem Ihr, mit Koshary Lux etwa, ja auch ein paar Bekannte aus der Markthalle trefft.

African Food Festival
Sa & So ab 12 Uhr,
Alt-Stralau 1, Friedrichshain