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Klar hatten wir gehofft, dass unsere Idee eines Großmarkt 9.0 möglichst breit diskutiert werden würde. Schließlich haben wir in der Markthalle Neun ja immer auch einen Ort für eine neue Debattenkultur rund um unsere Lebensmittel betrachtet. Überrascht und, ja, auch begeistert haben uns indes die Unterstützungsbekundungen, die uns in den beiden vergangenen Wochen erreicht haben. Aus Berlin und aus Brandenburg, aus der ökologiebewegten, wie der konventionellen Landwirtschaft. Von Wirtschaftsverbänden, Tourismusförderern und aus der Wissenschaft. So spricht die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau in Berlin und Brandenburg von einem „Brückenkopf zwischen Berlin und Brandenburg.“ Das Bündnis Meine Landwirtschaft sieht im neu organisierten Großmarkt „einen Ort mit hoher Symbolkraft“. Der Ernährungsrat Berlin betont, dass „kleine HändlerInnen und ErzeugerInnen effiziente und ökologisch sinnvolle lokale Infrastrukturen brauchen." Günter Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde , verweist auf die Kraft des Lokalen und die Strukturen, die es dafür braucht: „Mehr Regionalität geht ohne Brandenburg nicht“. Während die Berliner Tourismusförderung Visit Berlin den Großmarkt 9.0 auch wegen einer „Dezentralisierung" begrüßt. Attraktive Leuchtturmprojekte wie dieses könnten den Druck auf die touristisch hochfrequentierten Kieze in der Innenstadt nehmen. Auch Slow Food Berlin betont den Ruf Berlins als eine „der kulinarisch attraktivsten Städte", der durch ein Projekt wie dieses weiter gestärkt werde, während Nils Busch-Petersen, Vorstand der Berlin-Brandenburger Einzelhändler erfreut zugeben musste, damals vor sechs Jahren auch das Potenzial der Markthalle Neun unterschätzt zu haben.

Foto: Unser Banner bei der Wir haben es satt-Demo auf dem Anhänger vom Erdhof Seewalde, © Wir haben es satt