Topfschlagen

Glyphosat , Dieselskandal, Insektensterben, Trumps Beschluss aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen – man könnte sagen, 2017 war kein gutes Jahr. Oder: 2018 gibt es viel zu tun. Deshalb blicken wir an dieser Stelle nach vorn. Es ist Zeit, auf den Topf zu hauen.
Bauern, die auf Ökolandbau umstellen, junge Menschen, die Handwerks-Metzger oder Bäcker werden wollen, neue Wochenmärkte mit Produkten aus dem Umland – gibt es alles längst. Dass die guten Ideen und Ansätze zur Lösung der Krise der industriellen Landwirtschaft politisch nicht länger ignoriert, sondern unterstützt werden, darum geht es bei der Wir-haben-es-satt! Demo , dem politischen Auftakt des Jahres. Dafür lohnt es sich, topfschlagend loszuziehen direkt bis vor die Tür der internationalen Agrarministerkonferenz im Wirtschaftsministerium, die zum Auftakt der "Grünen Woche" – die ihren Anführungszeichen Ehre macht – stattfindet. Für eine grünere Woche, ein grüneres Jahr, eine grünere Landwirtschaft.
Weil es nicht nur im Allgemeinen, sondern rund um so eine Demo im Speziellen, viel zu tun gibt, könnt Ihr schon am 9. Januar zum Helfertreffen und Banner malen zu uns in die Halle kommen.

Und das ist erst der Anfang. 2018 ist zwar kein Schalt-, dafür aber ein Stadt Land Food Jahr. „Essen ist ein landwirtschaftlicher Akt“ – dieser Satz des amerikanischen Autors Wendell Berry ist nur scheinbar offensichtlich. Vielmehr macht er deutlich, was keinesfalls eine Selbstverständlichkeit ist: die zunehmend entkoppelten Räume Stadt und Land zusammen zu denken. Aber wie kann eine zeitgemäße, urbane Ernährungsdemokratie gestaltet werden? Das werden wir mit Euch im Oktober beackern, erkochen, erschmecken. Bleibt hungrig, bleibt optimistisch. 2018 wird ein gutes Jahr.