So sollte man das säen

Die Stadt, so sagt man, sehnt sich nach Grün. Also sollte man es säen. Womit wir bei Grete Peschken wären, die Ihr ja sicher schon vom Wochenmarkt kennt. Wildaromatische Radieschenblätter, wunderbaren Postelein oder Apfelsäfte mit Quitte, mit Wildhopfen, mit Eberesche – solche Sachen gibt es immer samstags an ihrem Stand. Und es gibt Sämlinge. Schließlich hat Grete Peschken einmal als Samenbaubetrieb angefangen, damals als sie aus Berlin ins betuliche Stierow gezogen war, um das mit dem Grün so richtig anzugehen. Samenbau Nordost Kooperative nennt sich der Zusammenschluss von vier Brandenburger und Mecklenburger Biobetrieben, die in kleine Tütchen packen, was im Hochbeet, dem Balkonkasten oder der Baumscheibe sprießen soll. Alte Sorten, Raritäten, Wildpflanzen, robust geschmacksintensiv und, ja, auch hübsch anzuschauen. Und natürlich: natürlich, also etwa frei von gentechnischen Manipulationen. Also: zum Wildsalatselbstversorger werden – das wäre doch mal ein Projekt. Übrigens: Zur Samen Bau Nordost Kooperative gehört auch die Solidarische Landwirtschaft Ökohof Waldgarten . Die kommt am Samstag, den 22. April, auch zur Pflanzzeit in die Markthall Neun . Womit auch nochmal auf unsere Sämling- und vor allem Setzlingbörse hingewiesen wäre.