Smørrebrød, Smørrebrød...

In der deutschen Küche gibt es dieses eine Missverständnis. Gut, in der deutschen Küche gibt es noch immer sehr viele Missverständnisse, aber dieses eine Missverständnis betrifft ein Produkt für das wir uns doch eigentlich gerne rühmen: Schnittchen, also belegte Brote. Was da auf beiden Seiten von der Butter folgt, ist zumeist nicht der Rede wert. Und deshalb gucken wir neidvoll gen Norden. Und erspähen: die dänische Smørrebrød-Kultur.
Der diese frisch, fermentiert, käsig und überhaupt vielfältigst belegten Brote nach Berlin und in die Markthalle Neun bringt, ist Esben. Einige von Euch kennen vielleicht schon Rødder, seinen gleichnamigen Supperclub. Nordic Cuisine als Menü, als Snack, als Produkterzählung, das ist das Thema dieses aus dem Fine Dining kommenden jungen Dänen. Sein am kommenden Samstag offiziell eröffnender Stand ist dementsprechend auch der Konzeptstore einer so nachhaltigen wie geschmackvollen Idee: Warum nicht ganz und gar auf die Aromen einer Landschaft setzen, die gerade nicht vom Wetter und überhaupt den agrikulturellen Bedingungen gesegnet ist? Wo kein Wein wächst, keltert man eben Obst. Das Thema Obstwein, wir (und der notorisch vorausschmeckende Billy Wagner ) prophezeien es, wird groß in den nächsten Jahren. Bei Rødder gibt es, neben einem naturbelassenen Apfelcider, auch großartige dänische
Obstweine. Und die Fruchtsäfte der Bornholmer Mosteri . Überhaupt wird die Nordseeinsel Bornholm – auch Heimat handwerklicher Flødeboller , also Schokoküsse – ein erstes großes Thema von Rødder werden.
Kommt am Samstag, 25. November, ab 17 Uhr, zur großen Eröffnung unseres kleinen kulinarischen Ausgucks in den Norden. Der Stand selbst ist übrigens bereits ab morgen (und dann immer von Dienstag bis Samstag) geöffnet. Ihr findet Rødder vis-a-vis von Mani in Pasta. Unbedingt probieren: den Hering. Und natürlich: ein Smørrebrød.