Ohne viel Schnickschnack

Wir könnten jetzt von lukullischen Genüssen schwärmen. Davon dass kaum ein italienisches Essen, ob im Restaurant oder nicht, mit weniger als zwei Gängen auskommt. Doch die eigentliche italienische Küche ist nicht die einer verschwenderischen Raffinesse, sondern eine der radikalen Einfachheit. Man könnte sagen: des Mangels, sprächen wir nicht vom Land in dem Zitronen wachsen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein bestanden viele Mahlzeiten aus nicht mehr als pane e companatico, Brot und etwas zum Brot. Die italienische Küche lebt von der Qualität ihrer Produkte. Eine reife Tomate über eine eben solche dicke Scheibe Brot gerieben und mit Olivenöl beträufelt – mehr braucht es nicht.
Diesen so einfach wie grundsätzlichen Produkten widmen wir die vier Tage Mercato Italiano vom 13.–16. Juli. Am Samstag und Sonntag wird es zahlreiche Verkostungen geben. Von Olivenöl mit Try Foods , von den italienischen Käsen Maître Philippes und von Aceto Balsamico. Nein, nicht diesem Ketchup der Nullerjahre, der eine Zeit lang fast jeden Tellerrand verklebte. Sondern des bis zu 12 Jahre, ja 12 Jahre – so viel zum radikalen Produktfokus – der in siebzehnter Generation geführten Acetaia Giusti aus Modena. Und natürlich vom Wein . Naturwein passenderweise. Nicht filtriert, geschwefelt, mit zugesetzten Hefen in Form gebracht, sondern aus dem Grundprodukt, der Traube, geworden.
Und weil die italienische Küche ohne ihre zwei grundlegendsten Zutaten – Hartweizen und Zeit – nicht denkbar wäre, wird Alfredo Sironi mit Euch Pane und Pizza backen. Die Kochschule Neun wird den ganzen Samstag lang zur Kinder-Knetwerkstatt. Teig also in allen Aggregatzuständen. Gekocht, nicht gebacken wird er in unserer Pastawerkstatt . Aber weil das ein eigenes Universum ist, erzählen wir Euch dazu mehr in der nächsten Woche.

Das volle Programm für alle vier Tage findet Ihr hier .