Mexiko liegt in Vorpommern

Mexiko liegt in Mecklenburg-Vorpommern. Mindestens jedenfalls ein Maisfeld großer Fleck. Und von genau diesem kommt am kommenden Donnerstag die vielleicht wichtigste Zutat für unser Street Food Thursday Special: der Mais für die Tortillas. In Rothenklempenow nämlich, nahe der polnischen Grenze, tut sich was: mithilfe der BioBoden Genossenschaft ist dort die Höfegemeinschaft Pommern entstanden. Auch verarbeitende Betriebe sind dazugekommen. Die erste bio-zertifizierten Tortilleria in Europa gar: Tlaxcalli . Um kleinteilige-bäuerliche Landwirtschaft geht es
den Gründern, ganz besonders aber um den authentischen – ein viel bemühtes Wort, in diesem Falle aber einmal mehr der Beweis, dass ein handwerkliches Produkt so gar nichts mit dem labberigen Tütenpendant zu tun hat – Geschmack. Das Geheimnis? Der Mais wird nixtamalisiert. Nixta-was? Die Nixtamalisation , das Kochen des Mais mit Kalizium, ursprünglich Kalkstein, ist eine Methode, die schon die alten Mesoamerikanischen Kulturen anwandten, um den Mais verdaulich und seine Nährstoffe zugänglich zu machen. Danach wird er in einer Vulkansteinmühle zu Masa vermahlen und auf einer heißen Platte zur Trotilla gebacken: Die perfekte Grundlage für die vielen köstlichen Tacos, Quesadillas, Empanadas und Tlayudas, die es am Donnerstag geben wird.
Wir feiern den despedida de muertos, den Abschied von den Toten, der in einigen Regionen Mexikos am Ende des Novembers zelebriert wird, und zugleich ein sehr lebendiges Fest der mexikanischen Kultur in dieser Stadt! Samt festlich geschmücktem Altar, Mariachi Bands, Tänzern, Mezcal und vor allem einigen der besten mexikanischen Küchen Berlins, darunter die Tacos von Sabor a mí , das traditionelle [pan de muertos] von der Chaparro Cocina Mexicana , den Tamales vom Verein Tlayolan oder der Insektengerichte von Pantástico . Zu allen Anbietern und Ausstellern bitte hier entlang.