Lilli hat es eingerichtet

Man kennt das von einer guten, überschäumenden Party: Wenn es etwas voller werden soll, bringen die Nachbarn einfach ihre Stühle mit. Unser Café 9 wird künftig voller werden, größer geworden ist es schon. Und weil wir nun also dreimal so viel Fläche zu bespielen haben, hat einfach die Nachbarin ihre Möbel vorbeigebracht. Genauer: Die bezaubernde Lilli vom Vintageladen Pony Hütchen gleich nebenan in der Pücklerstraße, hat also das Café schick möbliert. Was so einfach nicht war: „Wenn ich etwas in der Gastro mache, müssen die Möbel von ihrer Substanz her ja wirklich top, sprich wie neu sein. Wenn sich jemand einen Stuhl für seine Küche kauft, dann setzt er sich am Tag vielleicht zweimal darauf. Auf einem Stuhl im Café sitzen in der Zeit 40 Leute.“
Dennoch sieht unser neues temporäres Mobiliar nach viel gelebtem Leben aus. Das passt zu einer 125 Jahre alten Markthalle und das passt zum Handwerk, zum Handwerklichen, das ja das Thema unserer Lebensmittelphilosophie ist. Besonders großartig: Das Interieur eine stillgelegten Schlosserei, das Lilli – Trüffelschwein, das sie ist – irgendwo in Süddeutschland aufgetrieben hat. Metalltreppen und Emporen, dazu ein Schild: „Vorsicht, Maschine läuft.“
Sie findet: Das passt zu so vielem, vor allem zu Orten, an denen die Kreativität angeworfen wird. Danke für das Kompliment. Wir finden: Das passt wunderbar zu unseren neuen Röstmaschine, die ebenso bald angeworfen wird.
Ja, das Café 9 wird bald auch selbst Rohkaffee rösten. Aber davon erzählen wir Euch beim nächsten Mal. Für heute sei nur noch gesagt, dass alle Möbel aus dem Café 9 zu – wie wir finden – einem echt fairen Kurs erwerben kann und, dass Lili gleich noch einen weiteren uns sehr sympathischen Laden (teil-)möbliert hat: das mit unserer Halle eng verbandelte Isla Coffee in der Hermannstraße 37.