Kulinarische Osterweiterung

Zu den Lebensmitteln haben unser östlichen Nachbarn manchmal ein zupackenderes, unmittelbareres Verhältnis. So wundert es nicht, dass vor so manchem polnischen Supermarkt meist ein paar Kleinbauern und -bäuerinnen ihre Tische aufgeschlagen haben, um ihre Ernte ackerfurchenfrisch und radikal lokal zu verkaufen. Pilze zum Beispiel, Steinpilze, Pfifferlinge und was der Wald sonst noch hergibt – in Polen dürfen sie nicht nur für den Eigenbedarf gesammelt, sondern auch gehandelt werden. Womit wir bei Dariusz Nowicki angekommen wären und bei dem Produkt, für das man dieser Tage und Wochen unbedingt mal bei ihm vorbeischauen sollte. Denn wir können es ja eh nicht leugnen, nach dem Sommer der keiner war, ist der Herbst endlich da.
Seit ein paar Wochen haben wir also, immer mittwochs und freitags, einen polnischen Obst- und Gemüsestand bei uns auf dem Wochenmarkt. Mit allem, was man so für einen herzhaften Gemüseeintopf braucht. Und mit einigen regionalen Besonderheiten, auch abgesehen von den Waldpilzen. Wir sagen „Powatinie“, also „Herzlich Willkommen“. Macht Ihr das doch auch.