Grün ist die Hopfung

Für ein gutes Bier braucht es eigentlich keinen besonderen Anlass. Zu diesem besonderen Anlass aber gibt es in diesem Jahr ein besonders gutes Bier: Unser Markthallenbrauer Johannes Heidenpeter , Co-Kurator des Themenmarktes Wurst & Bier, hat sich für unser Festivalbier mit einem der Größten der Branche zusammengetan: Simply Hops, genauer die Barth-Haas-Gruppe, ist einer der größten Hopfenhändler der Welt. In den USA und Australien betreibt das Familienunternehmen aus Nürnberg eigene Hopfenplantagen. In der bayerischen Hallertau , dem deutschen Hopfenanbaugebiet, sind sie im Hopfenforschungszentrum Hüll engagiert. Aus diesem Versuchsgarten kommt der Hopfen für unser Festivalbier: ein süffiges Session IPA der fruchtigeren Sorte. Auf 1000 Liter Bier kommen rund neun Kilo Hopfen, da wird jedes Fernsehbier
blass vor Neid. Klar geht es unserem Festivalbier vor allem um den guten Geschmack. Aber es geht schon auch darum, dass künftig viel, viel mehr geht mit dem deutschen Hopfen und dem deutschen Bier. Die aromenstärkeren, fruchtbetonteren Hopfen aus den USA und vor allem Australien waren ein Impulsgeber für diese Neuzüchtung. Ein weiterer, grundsätzlicherer, sind die Bedingungen des Klimawandels. Auch den Hopfenbauern stehen trockenere Sommer und extremere Wetterbedingungen bevor. Eine kleine unabhängige Brauerei macht also gemeinsame Sache mit einem der größten seiner Branche. Auch davon erzählt Wurst & Bier: dass der Weg zu den aufrichtigen, zukunftsfähigen Lebensmitteln ein gemeinsamer ist.
Wie wichtig aber gerade auch kleine Strukturen sind, zeigt sich beim Malz, der bisher weniger im Fokus stand als der Hopfen. Moritz Bartmer ist Bauer, nicht Brauer. Seit Generationen baut seine Familie Braugerste bei Hamburg an. Ihn aber ärgerte es, dass er sie an große Industriemälzereien abgeben musste, dass es wenig Transparenz und so gut wie keinen Sinn für Regionalität gibt. Unter dem Namen Landmalz hat er nun Anlage entwickelt, die es Bauern ermöglicht, direkt auf dem Hof Braugerste zu Malz zu machen und Brauen aus der Umgebung damit eine nachweislich regionale Alternative bietet und sie einbindet. Denn die Anlage ist klein genug, als dass sie so mälzen kann, wie ein Brauer es sich wünscht. Wie genau das funktioniert, erzählt er in einem Tasting. Und wie diese ganze Hopfen und Malz Vielfalt schmeckt? Da hilft nur durchprobieren! Wir freuen und auf Euch, unser
Festivalbier und auf insgesamt 21 Mikrobrauer aus Berlin, Deutschland und Europa.