Ein forsche(nde)r Koch

Zum ersten Mal aufgetaucht ist Vadim Otto Ursus (hier rechts im Bild) in Form eines kleinen Küchleins. Es war eine Art Dörrzwetschgentartelett, die in Wildschweinfett ausgebacken war. Was schon einmal ganz wunderbar die beiden Talente, des in Berlin aufgewachsenen jungen Kochs beschreibt: Seinen kulinarischen Forschungsdrang und die Suche nach allem, was definitiv „lecker“ ist. Daher auch der Flirt mit dem Umami-Gedanken der asiatischen Küche. Nur dass Vadim Otto Ursus (https://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dji) , draußen in seinem Küchenlabor in der Schorfheide, seine Fischsauce einfach selbst macht. Über gut vier Wochen hat dort etwa sein Saiblings-Koji gegärt. Überhaupt ist der 27-Jährige ein ziemliches Fermentiertalent, die Liebe zu den handwerklichen, aber auch naturwissenschaftlichen Fermentationstechniken hat er aus dem Norden mitgebracht, wo er etwa im Koks auf den Faröer Inseln oder im Maaemo in Oslo gekocht hat. Zurück in Berlin hatte er im vergangenen Jahr schon mit verschiedenen Pop-ups begeistert. Nun folgt, zunächst für vier Wochen, das eigene Restaurant, ein Kitchen-Takeover des charmanten Mrs Robinson's in der Pappelallee in Prenzlauer Berg. Otto wurde dieses temporäre Restaurant getauft, weil auch Naturweinspürnase Jan Hugel, der sich um die Weine kümmern wird, ebenso mit Zweitnamen heißt. Wir könnten jetzt noch über Vadims Zeit im Noma reden, erzählen aber lieber, dass alle Speisen im Otto (vom Solei bis zum Saibling) á la carte und gerne zum tischweisen Teilen geordert werden sollen.

Otto x Mrs Robinson's

  1. Februar bis 11. März
    Do–Mo ab 18.30 Uhr
    Pappelallee 29, Prenzlauer Berg