Ein Aufheben darum gemacht

Manchmal ist die richtige Verpackung einfach die beste Idee. Zugegeben, nicht für frische Lebensmittel, die gehören auch weiterhin radikal unverpackt, in den Korb, Rucksack oder Baumwollbeutel. Auf der Suche nach einem Gatsronomiekonzept, das vor allem ja fast ausschließlich die nicht mehr ganz so frischen Lebensmittel verarbeitet, sind Ann-Kathrin Wohlrab und Mauritz und Jilianne Schröder aber quasi bei einer Verpackung gelandet. Dumplings, asiatische Teigtaschen also, werden in ihrem Street-Food-Imbiss in der Wiener Straße 34 immer tagesaktuell verarbeitet, dann können sie wunderbar schockgefrostet werden. Von Donnerstag bis Samstag, jeweils 12-24 Uhr, läuft dann bei den Dreien der Imbiss heiß.
Woher die geretten Zutaten – von der Roten Bete bis zum Roastbeef, vom Spargel bis zum Schweinebauch – kommen? DingsDums Dumplings arbeitet eng mit dem Leftover-Supermarkt Sir Plus zusammen. Auch zwei in Berlin aktive Gastro-Händler kooperieren mit den drei Lebensmittelrettern. Was so viel Engagement kostet? In der Regel, so Mauritz Schröder, lägen die Einkaufspreise für ihre Füllungen in etwa auf dem Niveau von Discounterprodukten: „Nur dass wir dafür eben richtig gute Qualität bekommen.“ Vorschusslorberen habe die drei Unternehmensgründer schon geerntet, gerade gab es den Bundespreis „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Dingsdums Dumplings
Wiener Straße 34, Kreuzberg
Do-Sa 12-24 Uhr