Die Schafe ins Trockene bringen

Die Graswurzelbewegten. Auch im kleinen Quappendorf im Oderbruch findet man sie. Amelie und Franziska Wetzlar haben sich bis zum Hals und darüber hinaus in das Abenteuer der ökologischen Landwirtschaft gestürzt. Gerade sammeln sie via Crowdfunding Geld für einen neuen Schafstall. Die Schafe ins Trockene bringen: Was wir hiermit ganz herzlich als eine sinnvolle Investition empfehlen. Wachsen in kleinen bis ganz kleinen Schritten, auch das gehört zu ihrer Philosophie eines Lebens in und mit der Natur. Da passt es gut, dass sich die beiden Frauen vom Milchschafhof Pimpinelle für das Schaf als ihr Medium entschieden haben.
Schafe liefern Milch, Fleisch und Wolle, klar. Aber auch ihre Rolle als Landschaftspfleger muss in einer Zeit, in der es immer weniger mobile Schäfereien gibt, betont werden. Auf ihrem Milchschafhof Pimpinelle halten Amelie und Franziska Wetzlar Krainer Steinschafe und Ostfriesische Milchschafe, die als Dreinutzungsrasse eben gerade für kleine Höfe geeignet sind. Riesengroß möchte der Milchschafhof Pimpinelle auch gar nicht werden. Man investiert lieber in die Qualität der ausschließlich aus der eigenen Milch gekästen Frisch- und Schnittkäse und erweitert das Angebot je nach Saison um Würste und Frischfleisch sowie Felle, Wolle und Teppiche. Abgesehen vom eigenen Hofladen (auch Hofführungen und Käsekurse) gibt es die Käse von Pimpinelle in Berlin etwa auf den diversen Marktständen von Knippenbergs – Lust auf Käse . Wer die Region, den Oderbruch, schmecken will: Fast nirgendwo sonst ist er so klar, so unverstellt, eingefangen wie im Käse dieses ganz
unprätentiösen und doch ganz besonderen Hofs.