Die jüdische Küche gebacken bekommen

Am kommenden Sonntag beginnt, und zwar mit dem Nosh Breakfast Market bei uns in der Markthalle Neun, das Nosh Festival , eine jüdische Food Week für Berlin. Shakshuka, wird es geben, Pelmeni , Pastrami und Bagels – klar. Aber es gibt noch viel mehr jüdische Gerichte zu entdecken. Eine polnische Cholent Version, ein Eintopf der traditionell für den Schabbat zubereitet wird. Sabich, das perfekte Frühstückssandwich mit hart gekochtem Ei, gerösteter Aubergine, Tahin und Amba, einer Mangosaoße. Oder
Malabi, ein israelischer Milchpudding als Dessert. Und weil wir es kaum erwarten können, haben wir Festivalmitinitiatorin Laurel Kratochvila schonmal um ein Rezept gebeten. Nun die gebürtige Bostonerin ist Bagelbäckerin im Hauptberuf. Mit uns backt sie Challah, das klassische süße Schabbat-Brot.

Challah

1600 Gramm Weizenmehl (550er oder anteilig Vollkornweizenmehl), 100 Gramm Zucker (nach Geschmack auch Honig), zweieinhalb Teelöffel Hefe, zweieinhalb Teelöffel Salz, acht Eigelb plus ein Ei für die Glassur, eine halbe Tasse Oliven- oder Rapsöl, drei warme Tassen Wasser

Alle trockenen Zutaten gut vermischen. In einer separaten Schüssel die Eigelbe, das Öl und danach das Wasser miteinander verrühren. Alle Zutaten zusammengeben und im Mixer (mit dem Knethaken) rund zehn oder per Hand gut 12 Minuten kneten. Den Teig in eine gefettete Schüssel geben, mit einem Leinentuch bedecken und rund dreißig Minuten ruhen lassen. Er ist aufgegangen, wenn ein Fingerabdruck in ihm erhalten bleibt. Den Teig dann aus der Schüssel nehmen, kurz kneten und in drei Stücke teilen. Diese zu einzelnen Strängen formen, nochmals zehn Minuten ruhen lassen. Zu Zöpfen flechten und nochmals dreißig Minuten ruhen lassen. Abschließend mit dem Ei glasieren und bei 180 Grad für rund 25 Minuten backen.