Das Land, in dem honigfarbener Wein fließt

Amber Wine . Was soll das nun schon wieder sein? Haben wir uns nicht gerade erst in den Orange Wine hineingetrunken? Nun, Amber Wine ist gewissermaßen dessen Ursprung. Er kommt von dort, wo es vielleicht einmal angefangen hat mit dem Wein und wo er in einer ungebrochenen Tradition so gemacht wird wie seit Tausend Jahren. Oft im Vorgarten. Diese bernsteinfarbenen Weine werden in vergrabenen Tonamphoren, den Qvevri , ausgebaut. Gegenüber dem Holzfass haben sie den Vorteil geringerer Oxidation und einer organischeren Form, die eine bessere Zirkulation ermöglicht. In diese Amphoren kommen unfiltrierte Weine – und das heißt wirklich ungefiltert: nicht nur die Schale kommt mit in die Amphore, auch Kerne und Stiele – für eine teils monatelange Gärung. Im kühleren, feuchten Imereti im Westen Georgiens arbeitet man mit einer kürzeren Maischegärung, im
trockenen Kakheti im Osten mit einer deutlich längeren. Das was als Natural Wine in Westeuropa eine Wiederentdeckung erlebt, ist in Georgien immer schon so. Nun ist es also auch bei uns in der Markthalle. Initiiert vom Auswärtigen Amt und durchgeführt von „Deutschland – Land der Ideen“ haben wir georgische Winzer und ihre Weine eingeladen, uns mit unserem Georgien Spezial mit auf die Reise zu nehmen, ins Land in dem der kräftige, fast rauchige, honigfarbene Wein fließt.
Auf dem Street Food Thursday und auf dem Wochenmarkt am Freitag und Samstag könnt Ihr Euch durch eine der spannendsten Lebensmittelkulturlandschaften der Welt schmecken. Der Wahl-Georgier John Wurdeman hat nicht nur seine eigenen Naturweine im Gepäck, sondern auch die befreundeter Winzer. Und wer dann noch Hunger hat, dem sei ein typisches georgisches Supra, das mehrgängige Festmahl der Landes zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer ans Herz gelegt: Am Sonntag, 14.30 Uhr, tischen die Protagonisten unseres Georgien Spezials im wunderbaren Restaurant des Michelberger Hotels noch einmal so richtig auf.

Fotos: Pheasant's Tears Winery