Die Markthalle kommt zu euch nach Hause

Die Markthalle kommt zu euch nach Hause

Unser besonderer Dank gilt all jenen, die weiterhin unser Brot backen, uns mit Obst und Gemüse aus dem Umland versorgen und die Kassen bedienen – allen Händler*innen und ihren Mitarbeiter*innen, die weiterhin für uns da sind! Ihnen muss nun auch unsere Solidarität gelten, denn sie alle sind von der Krise existenziell betroffen.

Wie kann man die Händler*innen und Produzent*innen der Halle jetzt unterstützen – ganz ohne das Haus zu verlassen?
Ganz einfach: Wenn Ihr nicht in die Markthalle kommen könnt, dann kommt die Markthalle zu euch!
Ihr habt verschiedene Möglichkeiten, Euch Eure Lieblingsprodukte direkt bis an die Haustür liefern zu lassen.

Plattform 2020 für gute Lebensmittel

Normalerweise beliefert die Plattform für gute Lebensmittel aus der Halle heraus viele der tollsten Restaurants der Stadt, nun hat sie ihren Onlineshop für Privatkunden, also für Euch, geöffnet.

Hier findet ihr vor allem Bio Obst & Gemüse, sowie Molkereiprodukte, von Erzeuger*innen hier aus dem Umland, wie Ihr es auch vom Von Beet & Baum hier auf dem Markt kennt. Außerdem gibt es Brot von Sironi und endorphina Backkunst, Fleisch von Kumpel & Keule, frische Pasta von Mani in Pasta, Tofu von den Tofu Tussis, Kaffee von Vote, Bier von Heidenpeters, Öle und andere griechische Spezialitäten von 100pct, selbstgemachte (Chili-) Saucen von Bone, Käse von Alte Milch und Menze, und Gewürze von Soul Spice.

Entweder Ihr stellt Euren eigenen Wochenmarkt-Einkaufskorb zusammen oder entscheidet Euch für eine der liebevoll kuratierten Saison-Kisten (die es in verschiedenen Versionen von "Volle Packung" bis "Vegan Special" gibt).

Geliefert wird innerhalb des S-Bahn Rings, donnerstags auch außerhalb des Rings innerhalb Berlins. Der Mindestbestellwert liegt bei 40€. Hier findet Ihr alle Infos und könnt direkt bestellen.

Fish Klub

Der atlantikblaue FishKlub-Hänger blitzt uns inzwischen Mittwoch-Samstag in der Halle entgegen. In der Auslage strahlen frische Muscheln, Austern und fangfrischer französischer Fisch um die Wette. Mit jedem der Produkte, die der Fish Klub nach Berlin holt, will das Team die starken Verbindungen zum Meer, seiner Umwelt und die Zusammenarbeit mit Austernerzeugern, Fischhändlern, Fischern und ihren nachhaltigen Fangmethoden veranschaulichen. Die frischen Meeresfrüchte kommen hauptsächlich aus dem französischen Atlantik, der Nordsee und dem französischen Mittelmeer.

Und wer Lust auf etwas Meeresbrise in den eigenen vier Wänden hat, zu dem schwimmt der Fisch ab jetzt nach Hause! Von Seehecht und Seeigel über Miesmuscheln bis hin zum Fischkopf für die Brühe – FishKlub à la maison. Hier geht es zum Bestellformular!

Archipel

Ein Zusammenschluss der Albatross Bäckerei und guten Freunden – allesamt kleine Berliner Produzent*innen und Händler*innen. Aus der Markthalle sind Alte Milch und Vote Coffee mit dabei. Ausgeliefert wird in Kreuzberg, Neukölln, Mitte und im Prenzlauer Berg. Zum Bestellen geht's hier entlang.

Multi-Kulti Gemüsestand

Mo ist für Euch da! Mo, der jede Nacht frisches Obst & Gemüse vom Großmarkt holt versorgt Euch auch den Herbst und Winter über mit frischem Obst & Gemüse.
Ihr könnt verschieden Boxen, ob für Singles oder die ganze Familie bei ihm bestellen – ohne Mindestbestellwert. Ruft ihn einfach an oder schreibt ihm eine Nachricht: 0176 24409582

Der Sironi (Pizza) Lieferservice

Sironi ist mit Brot, Pizza und Focaccia auf die Hand wie gewohnt von 8–20 Uhr für Euch in der Markthalle geöffnet. Mit Wolt könnt Ihr ihre italienischen Backwaren auch nach Hause bestellen – zumindest in den angrenzenden Bezirken Kreuzberg und Friedrichshain.

Aber Sironi macht noch mehr: In der im Frühjahr eröffneten Pizzeria in der Goltzstraße in Schöneberg bäckt das Sironi Team auch runde Pizzen! Ihr könnt sie nachmittags von 16–22 Uhr in der Bäckerei in der Goltzstraße abholen oder Euch innerhalb Schönebergs liefern lassen. Der Mindestbestellwert liegt bei 25€, Lieferkosten gibt es keine.
Hier findet Ihr alle Infos und das Pizzamenü. Bestellen könnt Ihr per WhatsApp +49 178 7269685 oder per Telefon unter 030 21002402.

Der Suff Onlineshop

Wenn man nun schon den ganzen Tag zuhause kocht, dann doch am besten gleich mit einer guten Flasche Wein. Aber dafür extra aus dem Haus gehen? Braucht Ihr jetzt nicht mehr! Die Weinhandlung Suff hat einen nigelnagelneuen Onlineshop.
Und weil Suff nicht Suff wäre, wenn sie nicht so viel über ihre Weine erzählen könnten, gibts eine persönliche Beratung am Telefon unter 030 68 08 56 860 gleich dazu. Ab 6 Flaschen liefern Euch die Suff-Köppe den Wein sogar kostenlos nach Hause.

Der Saftexpress von der Biokelterei Bergschäferei

Ihr fühlt Euch nach einem großen Glas Vitamine? Könnt Ihr haben! Die Biokelterei Bergschäferei, die in den Hügeln der Märkischen Schweiz aus eigenem Bio-Obst Säfte macht, liefert ab sofort zu Euch nach Hause. Ob 5 Liter Kanister Apfelsaft, oder flaschenweise Rhabarber in Birne oder Apfel mit Eberesche.
Ab einem Gesamtwert (also inkl. Pfand) von 50 € wird kostenlos in einem Umkreis von 3 Kilometern rund um die Markthalle Neun ausgeliefert. Natürlich könnt Ihr Euch auch mit Euren Nachbarn zusammen tun und gemeinsam bestellen!
Ausliefertag ist immer freitags und Bestellschluss am Mittwoch um 17 Uhr davor. Bestellen könnt Ihr per Mail an kelterei@bergschäferei.de oder per Telefon (Nummer gegen Saftkummer:) 0152 52743697. Alle Infos zusammengefasst findet Ihr hier.

Immer ein Heidenpeters Bier im Kühlschank

Ihr arbeitet im Home Office 24/7? Dann ist es Zeit für ein Feierabend Bier! Heidenpeter's bekommt ihr in Flaschen weiterhin von Di–Sa in der Markthalle. Für alle aber, die zuhause bleiben und keine Kisten schleppen wollen: Heidenpeters kommt zu Euch nach Hause! Ihr könnt Euch sowohl im Onlineshop der Plattformoder über den Bone.s Lieferservice flaschenweise Pilz, IPA oder Pale Ale liefern lassen. Für alle, die lieber gleich eine ganze Kiste hätten: Heidenpeters liefert jetzt auch selbst aus! Erstmal in Kreuzberg & Neukölln. Eine Kiste kostet 34€ + 1€ für die Lieferung. Es gibt Thirsty Lady, Pale Ale, Pilz, Hell, IPA & Lager Koller – ihr könnt Euch eure Kiste auch ganz individuell zusammenstellen!

Wilder Ernteanteil

Die Wilde Gärtnerei hat weiterhin einen Stand auf dem Wochenmarkt (jetzt Freitag und Samstag), aber wer unkompliziert seine Gemüsemenge für die Woche bereitgestellt und gesichert haben will, kann im Rahmen der solidarischen Landwirtschaft einen Ernteanteil buchen und Samstags in der Markthalle abholen. Das Ganze kann man zuerst für zwei Monate ausprobieren, bevor man eine Mitgliedschaft beginnt. Mehr Informationen hier!

Cannoli & Tiramisu für die Nerven: Kuchen von Gaia kommt zu Euch nach hause

Ihr sitzt im Home Office und langsam aber sicher liegen die Nerven blank? Für alle, die die italienische Herzlichkeit und Wärme vermissen mit der das Kuchen von Gaia Team normalerweise alle in der Markthalle zum Strahlen bringt: Guilio bringt jetzt ein bisschen davon – und nur von Weitem, ist ja klar – zu Euch an die Haustür. Über die Kuchen von Gaia Facebook Seite könnt Ihr drei verschiede Varianten seiner köstlichen sizilianischen Cannoli bestellen: Mit Ricotta- (4€), Haselnuss oder Pistazienfüllung (5€)! Oder auch ihr Tiramisu und Torrone.
Die Lieferung ist kostenlos, aber der Mindestbestellwert liegt bei 18 €. Ihr könnt gern mit Euren Nachbarn zusammen bestellen – Guilio macht Euch separate Päckchen fertig. Ausgeliefert wird immer Donnerstag- und Samstagnachmittag. Alle Infos findet Ihr hier.

Die Orangen Revolution

Die Orangen Revolution

"Groß, klein, perfekt, vernarbt, orange, grün – echte Orangen haben viele Gesichter. Diesen Winter bekommen wir sie endlich alle zu sehen."
Von Gebana haben wir an dieser Stelle bereits erzählt, sie wollen die Regeln des Handels ändern und neu denken. Mit ihren crowd orders kaufen sie weltweit ganze Ernten von Landwirt*innen ein und schicken Euch Euren Ernte-Anteil an Ananas aus Ghana, Feigen aus der Türkei oder gesalzene Rauchmandeln aus Pakistan direkt nach Hause. 
Jetzt haben sie Orangen-Geschichte geschrieben! Denn: Es gibt tatsächlich eine EU-Regulierung, die vorgibt, wie Zitrusfrüchte für den Verkauf an Endkonsumenten auszusehen haben: orange, intakt, frei von Druckstellen oder starken Narben, mindestens 53 Millimeter Durchmesser. Kleinere oder einzigartige Orangen darf man nur zu Saft verarbeiten, nicht aber als ganze Früchte für den Verzehr exportieren.
Um diese Regelung zu ändern und Landwirt*innen einen größeren Absatzmarkt zu sichern, hat Gebana dem griechischen Ministerium für Landwirtschaft geschrieben. Nun kam eine Antwort: Laut dem Artikel 4, Absatz 3 der Regulierung (EU) 543/2011 dürfen alle Orangen jeglicher Form, Farbe und Grösse aus Griechenland exportiert werden mit dem Hinweis "zur Verarbeitung bestimmtes Produkt".
Die Bauernfamilien in Griechenland können dank dieser offiziellen Erlaubnis dieses Jahr voraussichtlich schon 85 bis 90 Prozent ihrer Ernte als ganze Früchte verkaufen. In den vergangenen Jahren mussten sie im Schnitt ein Viertel der Früchte aussortieren.
Darauf 'ne Orange! Hier geht es zur Vorbestellung der eigenen Kiste – für ein bisschen griechische Sonne im grauen Berliner Winter. Und Vitamine, klar. 

Peace Kitchen

Peace Kitchen

Gemeinsam mit Conflict Food und Über den Tellerrand laden wir Euch in unsere Küche ein, die Peace Kitchen. Ab dem 29.10. auf dem Street Food Thursday!

Wie viel CO2 produziere ich mit meinem Wocheneinkauf?
Bedeutet „fair“ gleich „gerecht“? Und warum ist ein Croissant mehr Wert als eine Falafel? Essen zwischen Konflikt und Frieden. Darüber wollen wir sprechen, diskutieren und voneinander lernen – natürlich auf dem Markt.
Ob wir unsere Pläne in der jetzigen Zeit so durchführen können, wie wir es uns vorgestellt haben – hoffentlich. In jedem Fall wollen wir sie Euch vorstellen: Die Peace Kitchen!

Mit dem Projekt Peace Kitchen wollen wir (Conflict Food, Cultivating Peace e.V., Über den Tellerrand e.V. und Markthalle Neun) uns genussvoll mit den großen und kleinen Fragen der Lebensmittelwelt auseinandersetzen.
An jedem unserer Aktions-Donnerstage auf dem Street Food Thursday werden verschiedene NGOs, Landwirte, Gastronominnen oder Vereine zu Gast sein und ihre Antworten und Lösungsansätze vorstellen. Gemeinsam (mit Maske und Abstand) wollen wir unseren Konsum hinterfragen und versuchen Antworten zu finden – und laden Euch ein, dabei zu sein: bei Vorträgen, Workshops, Verkostungen und Gesprächen.
Gemeinsam wollen wir eine Plattform schaffen, auf der wir – Produzent*innen und Konsument*innen – voneinander lernen können. 

Wir hoffen, Euch zu ein paar unserer besonderen Donnerstage dieses Jahr einladen zu können und setzen dafür alle erforderlichen Hygienemaßnahmen um, um Eure Sicherheit und die unserer Händler*innen zu gewährleisten. 

Ab dem 29. Oktober 2020 an 25 Donnerstagen bis Oktober 2021, 17 bis 22 Uhr

Das Marktlokal

Das Marktlokal

Das Markthallen Restaurant eröffnet als Marktlokal wieder seine Türen!
Wir freuen uns über neue Pächter und auf viele Abende an der Theke.

Treffen ein schwedischer Koch, ein Wochenmarkthändler aus Münster, eine Kommunikationsexpertin, ein Projektmanager und ein Berliner Veranstaltungskaufmann aufeinandner – entsteht ein Marktlokal

Nachruf Eva Muszynski

Nachruf Eva Muszynski

Die Kinderbuch-Illustratorin Eva haben wir im Sommer 2009 kennengelernt. Sie gehörte zu einer zunächst sehr kleinen Gruppe von engagierten Nachbar*innen, die sich Gedanken machten um die weitere Entwicklung der fast leeren, vor sich hindämmernden Eisenbahn-Markthalle. Ihr ging es darum, eine öffentliche Debatte über die Zukunft der Halle zu initiieren. Damals hatte der Senat beschlossen – ohne die Öffentlichkeit zu informieren – die Halle meistbietend zu verkaufen.
Wir organisierten daraufhin gemeinsam die ersten Informationstreffen in der Emmaus-Kirche und auf dem Lausitzer Platz und gründeten eine Anwohnerinitiative, die schnell wuchs. Nach den Protesten der Anwohner*innen gegen die drohende Übernahme durch eine Handelskette, u.a. durch ein Go-In beim Wirtschaftssenator unter Führung von Eva, schwenkte der Senat auf eine Neuausschreibung und ein Konzeptverfahren mit festgelegtem Verkaufspreis um. "Keine Discounter, keine Tiefgarage" – das waren die Forderungen an die Politik. Es ging darum, wieder kleine Standinhaber*innen wie noch in den 90ern und Anfang der Nullerjahre in die Markthalle zu bekommen.
Bis zur Neueröffnung im Oktober 2011 engagierte sich Eva durch die Irrungen und Wirrungen hindurch mit ihrer Inspiration, ihrem Fleiß und ihrer guten Laune für die alte Markthalle. Eva kannte jede und jeden in der Nachbarschaft und hatte Spaß daran, Dinge zu bewegen. So gehen auch die die Anti-Raser-Schwellen auf dem Lausitzer Platz auf sie zurück. In ihren Engagements war Eva sehr erfolgreich. Nun ist sie nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.

Diesmal haben wir eine Kerze für Dich angezündet, liebe Eva. Wir vermissen Dich und sind Dir sehr dankbar!

Willkommen Kantine Zukunft!

Willkommen Kantine Zukunft!

Currywurst aus Massentierhaltung? Weicher Nudeleintopf? Was gab es bei Eurem letzten Krankenhausbesuch zu Essen, woher kommt das Gemüse in der Betriebskantine, und schmeckt Euren Kindern der Mittagstisch in der Schule?

Eines ist klar: Von der KiTa bis zum Seniorenheim, von der Firma bis zur Freizeiteinrichtung, von der JVA bis zum Krankenhaus – überall speisen Berliner*innen in der Kantine. Und besonders gut und gesund ist das Essen selten.  Genau hier wird die Kantine Zukunft ansetzen und die Speisepläne gemeinsam mit den Küchen-Teams weiterentwickeln – individuell und sehr praktisch an der Kippbratpfanne und Schälmaschine. Seit einigen Monaten hat die Arbeit begonnen mit Pilotprojekten und den Köch*innen der Berliner Wasserbetriebe, BSR und BVG oder einer Kreuzberger KiTa. In den nächsten Jahren werden viele weitere Berliner Kantinen folgen. Die Kantine Zukunft Berlin ist ein zentraler Baustein einer Ernährungsstrategie für Berlin, das als erstes Bundesland in Deutschland dieses wirkungsvolle Instrument einer städtischen Ernährungspolitik entwickelt hat und seit 2019 umsetzt. Das Ziel ist ein nachhaltigeres urbanes Ernährungssystem, von dem alle Berliner*innen profitieren.

Wir sind froh, nun endlich einen institutionellen Bildungsträger in der Markthalle zu haben. Im August hat das Team um Philipp Stierand und Patrick Wodni seine Büros hier bezogen, Ende des Jahres werden die Schulungsküche und Seminarräume fertiggestellt sein. Unser Ziel ist es, dass diese Infrastruktur perspektivisch auch für weitere Bildungsangebote genutzt wird, nicht zuletzt für die Nachbarschaft.

Foto: Anika Mester

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